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 VORWORTE
Robert Eberhardt
Bürgermeister der Stadt Schmalkalden
Direktor Museum Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden
Leiterin Stadt- und Kreisarchiv Schmalkalden
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LEITERIN STADT- UND KREISARCHIV SCHMALKALDEN
 

Ute Simon, Leiterin des Stadt- und Kreisarchivs Schmalkalden:

Verwunderung löste der Besuch eines 11-Jährigen bei den Archivarinnen im Stadt- und Kreisarchiv Schmalkalden im Sommer 1998 aus: der Schüler Robert Eberhardt verkündete, anhand von Archivalien die Geschichte seiner Vorfahren und seines Heimatortes Haindorf erforschen zu wollen. So einen jungen Archivbenutzer und Familienforscher kannten wir bisher noch nicht. Der Hinweis, dass das Lesen von originalen Quellen teilweise sehr schwierig sei und die Kenntnis alter Schriften voraussetze, konnte ihn von seinem Vorhaben nicht abbringen: Er würde sich das Lesen der Sütterlinschrift schon beibringen.

Bereits nach einigen Wochen erschien er wieder und vertiefte sich von nun an jeden Dienstagnachmittag nach dem Schulbesuch in alte Chroniken, Steuerverzeichnisse, Einwohnerlisten und Findkarteien. Mit großer Freude konnten wir beobachten, dass die Archivforschung nicht nur ein vorübergehendes Hobby für ihn war. Die Archivluft tat ihm offensichtlich gut, denn er wurde hier für Jahre zum Stammgast. Am 21.11.1998 berichtete die Lokalzeitung: „Fünftklässler Robert Eberhardt will ein Buch über Haindorf schreiben“. Mit 12 Jahren konnte er seine ersten Forschungsergebnisse bereits in den „Schmalkalder Geschichtsblättern” veröffentlichen.

Er wurde Mitglied in den beiden Schmalkalder Geschichtsvereinen. Selbstbewußt nahm er als das „Küken” im Arbeitskreis Ortschronisten des Vereins für Schmalkaldische Geschichte und Landeskunde e.V. an den Beratungen und Exkursionen seiner weitaus älteren Chronistenkollegen teil.

„Orts- und Kirchengeschichte sind eng miteinander verbunden”, sagte der 17-jährige Robert Eberhardt bei einer Führung von Ortschronisten und Einwohnern durch die Haindorfer Kirche, wobei er architektonische Besonderheiten dieses Gebäudes vorstellte und gleichzeitig auf die Geschichte des Ortes einging. Gleiches tat er zum „Tag des offenen Denkmals“ 2005. Oft berichtet Robert Eberhardt als junger Historiker und Journalist in Presseartikeln über kulturelle und politische Ereignisse, führt Interviews mit Zeitzeugen und Zeitgenossen oder begeisterte seine Mitschüler im Gymnasium Schmalkalden für die bedeutende Geschichte dieser alten Reformationsstadt.

Dass der jetzt 19-Jährige in seine Chronik auch die Geschichte der anderen Orte des unteren Schmalkaldetals aufgenommen hat, versteht sich fast von selbst. Wir freuen uns mit Robert Eberhardt über das gelungene Buch und wünschen ihm für die Zukunft Glück und Erfolg.