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LANDSCHAFT
 

Haindorf erstreckt sich auf einer Schwemmfläche des von Süden kommenden Haindorfer Wassers. Auf dieser Erhöhung über die sonstige flache Schmalkdeaue war Haindorf immer von Schmalkalde-Hochwasser verschont. Die Auwiesen waren früher feuchter als heute. Erst durch Entwässerungsgräben wurde aus Sumpf Weideland und später Ackerfläche gemacht. Im Norden steigt der Hang des Kohlberges aus Sandstein auf. Im Süden zieht sich das Haindorfer Tal als tiefer Graben etwa 2 km. Es ist wie die benachbarten Einschnitte einer der vielen Täler des Kreises Schmalkalden. Je nachdem, ob sie von Wasser durchflossen werden oder nicht, werden sie Tal, Graben, Grund oder Delle genannt. Der Haindorfer Einschnitt wird aufgrund seiner deutlichen Ausprägung „Tal“ genannt. Der Boden des Kreises Schmalkalden ist kalkarm, kieselsäure- und alluvialreich. Eine gute Ackerkrumme ist in größeren Höhen und an den Hängen seltener, da die fruchtbaren Bestandteile leicht abgeschwemmt werden. Diluviale (eiszeitliche) und alluviale Böden finden sich in den breiteren Tälern des Vorgebirges. Die Haindorfer Gemarkung ist mit 1.915.997 Quadratmeter die kleinste der fünf Orte dieser Chronik, auch hat sie die wenigsten Flurstücke (663). Die reizende Landschaft unserer Heimat ist das Ergebnis geologischer Vorgänge. Vor Millionen Jahren wuchsen Berge und Höhen, Wasser grub sich Schneisen und es entstanden Täler. Stehen wir auf den Bergen und sanft geschwungenen Höhen, die südlich wie Landzungen in das Schmalkaldetal abfallen, öffnet sich der Blick auf den Höhenkamm des bewaldeten und schroffen Thüringer Waldes mit der Neuhöfer Wiese im Osten, die viel lieblichere Werraaue und die Kuppen der Vorderrhön im Westen sowie unsere Berge, Hügel und Wiesengründe, die als Verbindung zwischen Thüringer Wald und Vorderrhön ein Kind dieser beiden gegensätzlichen Charaktere sind. In unseren Gemarkungen finden wir die dunklen Wälder und kühlen Täler des Thüringer Waldes ebenso wie die sonnigen und weiträumigen Wiesen und Äcker der Rhön. So sieht er aus – der Landstrich zwischen Schmalkalden und Werra: das untere Tal der Schmalkalde.

---> Mehr dazu in der Chronik




 



 

Blick von Haindorf zum Thüringer Wald