PRESSE
27.4.2010 (STZ, Freies Wort)







16.12.2008 (STZ / Freies Wort)







12.12.2008 (Schaumburger Zeitung)







2.4.2007 (STZ / Freies Wort)


„Das ist ein Riesenkompliment wert“
Robert Eberhardt präsentiert "Chronik unteres Schmalkaldetal" im Rathaussaal

SCHMALKALDEN – Dass die Bewohner der Südthüringer Region an der Geschichte ihrer Heimat stark interessiert sind, zeigt sich immer wieder.„Ich hätte jedoch nicht erwartet, dass der Rathaussaal heute Abend bis auf den letzten Platz gefüllt ist und freue mich, dass die Buchvorstellung des jüngsten Chronisten Deutschlands, Robert Eberhardt, in diesem historischen Ambiente stattfindet“, war der Schmalkalder Bürgermeister Thomas Kaminski anlässlich der Präsentation der „Chronik Unteres Schmalkaldetal“ am Freitagabend dann doch etwas überrascht. Diese Zeitung hat in den letzten Wochen Auszüge der Chronik vorab veröffentlicht.

Der 1987 in Schmalkalden geborene Robert Eberhardt begann bereits im 11. Lebensjahr, sich intensiv mit der Historie seiner Heimat zu beschäftigen. Ute Simon, Leiterin des Stadt- und Kreisarchivs Schmalkalden, bestätigte, dass der erste Archivbesuch von Robert Eberhardt im Sommer 1998 „Verwunderung“ ausgelöst habe. „So einen jungen Archivbenutzer und Familienforscher kannten wir bisher noch nicht. Mit großer Freude konnten wir beobachten, dass die Archivforschung nicht nur ein vorübergehendes Hobby für ihn war.“ Und der jüngste Publizist für historische Schriften in Deutschland, der bereits in frühester Kindheit autodidaktisch die nötigen Kenntnisse der historischen Hilfswissenschaften erlernte, erklärte dem Publikum: „Oft wurde ich gefragt, woher das Interesse für Geschichte, insbesondere Heimatgeschichte, kommt. Ehrlich gesagt, kann ich diese Frage nicht recht verstehen.“ Denn in Schmalkalden, ja in der ganzen Region in Südwestthüringen, sei es eher normal, dass man sich für Geschichte interessiere, als dass die Vergangenheit den Menschen egal sei. „Denn man ist sozusagen von morgens bis abends, von Ost nach West, von Süd nach Nord, mit Historie umgeben“, beschrieb der junge Mann seine Sicht auf die Heimat.

„Nichts gelingt gut, was man nicht mit Freude vollbringt“, sagte bereits der im 13. Jahrhundert lebende Scholastiker Thomas von Aquin. Worte, die dem angehenden Studenten für Mittlere und Neuere Geschichte wahrhaft auf den Leib geschrieben sind. Mit Akribie, großer Ausdauer und Spaß an dieser umfassenden Arbeit über die Historie der Ortschaften Haindorf, Mittelschmalkalden, Aue, Volkers und Möckers präsentierte er den Interessenten eine Chronik, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Mit Recht kann Robert Eberhardt – für den es in den letzten sechs Monaten nach eigener Aussage nur noch eines gab, nämlich Essen, Schlafen, Chronik – als der „erste echte Chronist“ des unteren Schmalkaldetals bezeichnet werden.

Seine Oma Helene Tanner aus dem Ortsteil Aue bestätigte: „Er hatte kaum Freizeit und pendelte zwischen Archiven, Zeitzeugen und Familie hin und her.“ Die wiederum hielt „ihrem Robert“ von Anfang an den Rücken frei und unterstützte ihn in jeder Hinsicht. Dies war ein weiterer entscheidender Grund dafür, dass nicht, wie ursprünglich geplant, „nur“ eine Ortschronik von Haindorf entstanden ist.
„Die Geschichte der Dörfer des unteren Schmalkaldetals sind in verschiedener Hinsicht vernetzt. Bis zur Wende des 19./20. Jahrhunderts gab es nur in Haindorf eine gemeinsame Schule; kirchlich waren die Ortschaften verbunden, auch politisch. Sie teilten sich Flurschützen usw..“, klärte Robert Eberhardt die Anwesenden auf. 1950 wurde Aue-Haindorf-Mittelschmalkalden zu einer Großgemeinde fusioniert, aus der Aue dann 1957 nach Bürgerbefragung in die Stadt ausgegliedert wurde und Mittelschmalkalden bis 1994 bestand. Schaue man sich die Stadtteile heute an, müsse man bekennen, dass vieles, was ein Dorf charakterisiert, nicht mehr vorhanden sei, so der Chronist. Die Chronik berichte von früheren Zeiten, „als die Dörfer noch ganz anders strukturiert und belebt waren“.

Robert Eberhardt versteht es ausgezeichnet, dem Leser und Hörer ungezählte wissenswerte Daten, Fakten und Histörchen auf unterhaltsame Weise nahe zu bringen. So berichtete er unter anderem über Familiennamen, die Einwohnerstruktur, die Wallfahrtsgeschichte der Haindorfer Kirche, die Schulgeschichte, die Bahnstrecke Wernshausen-Schmalkalden, die Auehütte, die Landwirtschaft, das Justizwesen „mit einigen Morden“, eine Hexenverbrennung, Grenzsteine und umliegende Wälder und Wüstungen.

Museumsdirektor Dr. Kai Lehmann verkündete vor den rund 90 Gästen scherzhaft: „Dieser junge Mann ist unclever! Er geht zum Studium, legt aber bereits mit diesem Buch seine Magisterarbeit vor!“ Lehmann fügte unter dem Beifall der Gäste hinzu: „Es ist ein Riesenkompliment wert, mit 19 Jahren so ein Werk auf die Beine zu stellen. Robert, du bist auf einem ganz tollen Weg! Bleib am Ball.“
Es hatte sich wohl schnell herumgesprochen, dass die Chronik nur in limitierter Auflage gedruckt wurde, denn nach der Präsentation standen die Kaufinteressenten Schlange. „Wenn die 500 Bücher verkauft sind, wird es keine Nachauflage geben“, betonte der Autor. Wer noch ein Werk erwerben möchte, sollte sich beeilen. Die Restexemplare der 416 Seiten umfassenden, mit zahlreichen Abbildungen versehenen Abhandlung können ab sofort im Stadt- und Kreisarchiv sowie in der Tourist-Information Schmalkalden käuflich erworben werden.

„Jeder Einwohner wird in der ‚Chronik des Unteren Schmalkaldetals“ etwas entdecken, was er selbst miterlebt hat. Und so manch einer wird auf Fotos vielleicht seine Vorfahren oder sich selbst wieder erkennen. Das Buch eignet sich deshalb auch hervorragend als Geschenk“, betreibt der Autor Werbung in eigener Sache.
Die zweite Präsentation der Chronik in Haindorf am Samstagabend wurde von der Bevölkerung ebenfalls sehr gut angenommen. Rund 80 interessierte Bürger kamen zu dieser Veranstaltung. (Bärbel Bierstädt)





Jüngster Chronist Deutschlands: Robert Eberhardt



Im historischen Rathaussaal zu Schmalkalden



Präsentation in der Kirche zu Haindorf

9.12.2006 (STZ / Freies Wort)


Graues Haar ist keine Voraussetzung

Im März 2007 wird es soweit sein: Haindorf, Mittelschmalkalden, Aue, Volkers und Möckers bekommen eine – ihre erste – Ortschronik. Robert Eberhardt schreibt sie und ist mit seinen 19 Jahren der jüngste Chronist Deutschlands.

SCHMALKALDEN - Im Herbst 1998 war es, als der damals Elfjährige im Stadt- und Kreisarchiv auftauchte und begann, sich mit der Heimatgeschichte zu beschäftigen. „Seitdem ist viel zusammengekommen“, sagt Robert Eberhardt, „so dass es schade wäre, wenn es für die nächsten Jahrzehnte im Schubfach verschwinden würde und dann vielleicht gar keinen mehr interessiert.“ Deshalb hat sich der junge Mann die Monate nach seinem Abitur Zeit genommen, um noch mehr herauszufinden, Archive in Meiningen, Marburg, Gotha und Weimar besucht und den Inhalt in eine ansehnliche Form gebracht.

Weil sich vorher fast niemand mit der Geschichte des unteren Schmalkaldetals beschäftigt hatte, betrat der junge Ortschronist vielfach Neuland und machte allerlei Entdeckungen. Zunächst war Haindorf sein Interessengebiet, doch bald zeigten sich vielfach Überschneidungen mit den Nachbarorten, sodass die Chronik alle fünf Schmalkalder Ortsteile behandeln wird.

„Natürlich kann eine Chronik nie komplett sein“, bekennt Robert Eberhardt. Doch weil vieles sonst verloren gegangen wäre, hat er sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt und will mit seinem etwa 350 Seiten umfassenden Werk beweisen, dass graues Haar keine Berufsvoraussetzung für Chronisten sein muss. Als Schirmherren für sein Vorhaben gewann er neben der Stadt Schmalkalden auch die beiden Geschichtsvereine. Informationen über das Projekt findet man auch im Internet (www.haindorf-sm.de).

Bevor das Manuskript im Februar abgeschlossen und die Chronik am 30. und 31. März 2007 präsentiert werden wird, möchte Robert Eberhardt noch intensiv Einwohner befragen. „Im Dezember und Januar soll Herausgefundenes mit dem Wissen der Einwohner abgeglichen und Weiteres erfahren werden“, hat sich der Chronist sein Ziel gesetzt. Er appelliert an alle, die etwas wissen oder Unterlagen haben, sich bei ihm zu melden und einen Termin zu vereinbaren. Auf manche Einwohner werde er noch zugehen, aber die Zeit reiche nicht, um jeden der rund 2000 Einwohner anzurufen oder an der Türe zu klingeln. „Deshalb wird es dann spätestens im Januar höchste Eisenbahn, falls jemand bis dahin nicht befragt wurde“, kündigt der 19-jährige an.

Was sucht der Chronist noch? „Als Erstes alle alten Fotos, die irgendwas mit den fünf Orten zu tun haben und als Zweites alles Wissen über die Vergangenheit der Orte“, zählt Robert Eberhardt auf. Das könnten Erzählungen über die eigenen Vorfahren sein, alte Dokumente, Erbstücke oder auch eigene Erlebnisse aus der Kindheit älterer Bürger. Einige Stichworte, die vielleicht den ein oder anderen schon Vergessenes wieder einfallen lässt, finden sich auch auf der Internetseite (zum Beispiel: Bürgermeister, Dorffeste, Flurnamen, Nachtwächter, erster Fernseher, Kriegszeit, Vereine, Landwirtschaft).

Eine zweite, noch anstehende Aufgabe ist der Verkauf von Werbeanzeigen, mit dem die Chronik finanziert werden muss. „Durch Werbung kann der Verkaufspreis zwischen 10 und 15 Euro kalkuliert werden, sodass das Buch von vielen Menschen gekauft werden kann“, erklärt der Chronist. Das Buch sei eben nicht nur für die Einwohner der erwähnten Orte gedacht, sondern auch für Interessierte im gesamten Altkreis Schmalkalden lesenswert und werde deshalb, hofft Eberhardt, einen ansehnlichen Käuferkreis ansprechen. Der Chronist möchte, dass sich möglichst viele Geschäfte, Unternehmen, Vereine und Einrichtungen aus Haindorf, Mittelschmalkalden, Aue, Volkers und Möckers sowie Interessenten aus der Stadt Schmalkalden und Umgebung beteiligen und sich so in der Chronik verewigen könnten. Diese Förderung ermöglicht überhaupt erst das Zustandekommen dieses einmaligen Projektes – nämlich eine Chronik vom jüngsten Chronisten Deutschlands. Robert Eberhardt macht deutlich, dass nicht mehr viel Zeit ist: „Was in den nächsten acht Wochen nicht erzählt oder gezeigt wird, ist für die Chronik verloren.“ Jeder Einwohner sollte zumindest sein altes Fotoalbum durchblättern, denn oftmals sei die Antwort „Nichts mehr da!“ zu voreilig. Wer sich an der Erstellung der Chronik mit Fotos, Berichten oder einer Anzeige beteiligen möchte, kann sich bei Robert Eberhardt unter Tel. 03683/469036 oder per Email (post@roberteberhardt.de) melden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Chronik vorzubestellen. Diese Anmeldungen nimmt neben dem Chronisten das Stadt- und Kreisarchiv entgegen, Tel. 03683/604039. (stz)



13.06.2006 (STZ)

TAG DER OFFENEN TÜR IM THÜRINGER LANDTAG

Robert Eberhardt aus Schmalkalden wird bei „Jugend im Parlament“ Dritter

Junge Köpfe, frische Ideen, clevere Lösungen – das braucht das Land. In der Politik engagieren sich bisher nur wenige Jugendliche in Thüringen, aber es geht aufwärts. Ein Lagebericht aus dem Thüringer Landtag.

ERFURT – Tag der offenen Tür im Landtag. Erstmals rufen alle Thüringer Tageszeitungen Jugendliche landesweit auf, bei einem Rednerwettstreit teilzunehmen und um die Gunst einer prominenten Jury zu kämpfen. Nur sechs Jugendliche, darunter Sebastian Spiegel (19) aus Dermbach und Robert Eberhardt (19) aus Schmalkalden, sind dabei. Was ist los mit der Thüringer Jugend? Jetzt können sie endlich mehr in der Politik mitbestimmen und keiner will? Zeit für eine kleine Recherche. An den Ständen der drei Landtagsfraktionen beim Tag der offenen Tür des Parlaments am Samstag fragt Quergestreift nach.

Großer Eiertanz an den Ständen von SPD und CDU. Beteiligung von Jugendlichen ist bei ihnen umgarnt mit Fragezeichen. Setzen, das war höchstens eine Fünf. Die Stand-Fürsten der PDS haben sich etwas besser geschlagen. Andre Blechschmidt und Matthias Bärwolff sind Landtagsabgeordnete und gerade am Stand zugegen. Glück gehabt, das gab immerhin eine Zwei minus. Matthias Bärwolff ist mit 20 Jahren ein Jungspund im Thüringer Landtag. Die meisten Kollegen sind mindestens doppelt so alt. Vorbildlich zeigt er, wie sich Jugendliche bei der PDS beteiligen können, und das finge mit dem Jugendverband „solid“ an. Auch die Thüringer SPD hat ein erfolgreiches Nesthäkchen. Wie Matthias Bärwolff fing auch der heute 30-jährige Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider während seiner Schulzeit an, sich in der Politik zu engagieren und schaffte es als jüngster Abgeordneter in das wichtigste deutsche Parlament nach Berlin. Auch bei der CDU Thüringen gibt es erfolgreichen Nachwuchs. Nach seinem Engagement in der Schülergruppe und bei der Jungen Union schaffte es der heute 34-jährige Mike Mohring mit 27 als Abgeordneter in den Thüringer Landtag. Hier werden sicher die wichtigsten Entscheidungen in Thüringen getroffen. Viel politische Arbeit findet aber auch in Ausschüssen, Kreisverbänden, Vereinen und Jugendverbänden statt.

Jugendliche können Politik auf vielen Wegen mitgestalten, angefangen bei der Schülervertretung bis hin zum Landesjugendring und seinen vielen Mitgliedsverbänden. Überall in Thüringen gibt es Vereine, in denen junge Menschen ihre Ideen einbringen, andere überzeugen und gemeinsam Projekte auf die Beine stellen können. Viele von ihnen werden mit diesen Erfahrungen später in die Politik gehen und andere mitregieren.Einige von ihnen nahmen am Samstag im Landtag beim Rednerwettstreit teil. Eine so gut besetzte Jury zu überzeugen ist fast so schwer, wie bei Landtagssitzungen Mehrheiten bei den Abgeordneten abzuringen. In der Jury saß die Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski, der Ausnahmesportler Andre Lange, Journalisten der hiesigen Presse, Jürgen Seemann von der Stiftung Weimarer Klassik und für den MDR Jutta Gerhardt. Fünf Minuten hatte jeder der sechs Redner, dann wurde das Wort abgekappt und die anderen im Plenarsaal durften zur Gegengerede und Fragen ansetzen. Da haben die jungen Redner schon mal Parlaments-Luft schnuppern können. Kein Zuckerschlecken, immer andere überzeugen zu müssen. Sebastian Spiegel aus Dermbach war mit seiner Ruckrede zur Wirtschaftspolitik und Kritik an der neuen Steuerpolitik angetreten. Sein Motto: „Kaufkraft durch geringere Abgaben-Belastung“. Unter die ersten drei – nur diese wurden ausgezeichnet – schaffte er es nicht.

Sein Südthüringer Gegner Robert Eberhardt hingegen schon. Er landete auf Platz drei und konnte mit seiner Rede zur Abwanderung in Thüringen eine interessante Diskussion im Nachgang anregen. Seine Rede hatte er im Rahmen eines Seminarfachs mit drei Freunden und Klassenkameraden vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden entwickelt. In die Politik will Robert trotz seines guten Abschneidens aber nicht. Lieber will er den Politikern auf die Finger schauen – er sieht seine Zukunft im Journalismus. Als Schreiberling kann man ja auch etwas bewegen. In diesem Sinne: Hoch die Ärmel!
HENRYK BALKOW



7.5.2003 (STZ / Freies Wort)







November 1998 (STZ / Freies Wort)